Detektion und Ausbau von asbesthaltigen Abstandhaltern in Stahlbeton (DA³S)

Im Verbundprojekt DA³S wir das Gesamtziel verfolgt, ein Verfahren zur automatischen Detektion und dem anschließenden automatisierten emissionsarmen Ausbau der detektierten asbesthaltigen Abstandhalter unter der Berücksichtigung der speziellen Anforderungen in kerntechnischen Anlagen zu entwickeln. Das Projekt unterscheidet sich hierbei von bereits bestehenden Ansätzen, als dass die Abstandhalter nicht aus
den Haufwerken des Abbruchmaterials entfernt werden, sondern stattdessen direkt an der stehenden Struktur erkannt und ausgebaut werden sollen. Dies soll im Einklang sowohl mit den atom- und strahlenschutzrechtlichen als auch mit konventionellen abfall- und gefahrstoffrechtlichen Regelwerken erfolgen. Damit lässt sich dieser Schritt in die üblichen Rückbauprozessketten integrieren und öffnet neben dem nachgelagertem Ausschleusen aus der Abbruchmasse eine weitere Option der Sanierung bereits im Bestandsgebäude. Als besondere Herausforderung ergibt sich hierbei, dass die Betonoberflächen in der Regel mit Anstrichen und Beschichtungen überzogen sind. Da eine Erkennung von verdeckten Abstandhaltern derzeit noch nicht möglich ist, müssen diese zunächst mit Hilfe einer Entschichtung freigelegt werden.

Das KIT-GIK befasst sich mit der Realisierung einer Multisensorplattform zur automatischen Detektion der asbesthaltigen Abstandhalter. Die Untersuchungen zum emissionsarmen Ausbau der Abstandhalter nach deren Detektion werden durch das KIT-TMB verantwortet.