Institut für Technologie und Management im Baubetrieb

Bilanzgrenzen und KPIs für Sanierungsfahrpläne

Motivation

Pariser Klimaabkommen, European Green Deal, Nationale Nachhaltigkeitsstrategie, Klimaschutzplan 2050 und Gebäudeenergiegesetz: Die Immobilienwirtschaft steht unter Druck bis 2050 einen Beitrag zu nationalen Nachhaltigkeitszielen zu leisten. Die Anforderungen sind hoch: klimaneutral bis 2050, ökonomisch und sozial verträglich.

Der Klimaschutzplan 2050 legt Ziele für die CO2-Emissionen nach Sektoren fest, so auch für den Gebäudebereich. Diese Ziele haben Auswirkungen auf den Neubau und den Baubestand aller Gebäudearten (Gewerbe und Wohnen). Es muss daher die Entwicklung einer Systematik zur Erstellung langfristiger, rechtsicherer Sanierungsfahrpläne für Bestandsgebäude an.

Ein Sanierungsfahrplan legt fest, welche Maßnahmen ergriffen werden, um ein Gebäude oder auch ein Immobilienportfolio im Zeitraum bis 2050 so zu modernisieren bzw. zu betreiben, dass die voraussichtlichen rechtlichen Anforderungen erfüllt werden. Ein Sanierungsfahrplan ist somit ein Instrument zur langfristigen Investitionsplanung, zur Schaffung von Rechtssicherheit sowie zur internen und externen Kommunikation.

Forschungsziel

Ziel des Projektes ist die Identifikation geeigneter Bilanzierungsgrenzen und Key Performance Indicators (KPIs) für Sanierungsfahrpläne im Rahmen des derzeitigen und absehbaren EU- und Nationalrechts. Dafür werden die derzeitigen Ansätze der unterschiedlichen Verbände und Institutionen wie beispielsweise die DGNB, DENEF, DENA, IREBS usw. analysiert. Des Weiteren werden auch europäische Ansätze in die Analyse mit einbezogen. Bilanzgrenzen und KPIs werden so gewählt, dass eine möglichst große Nähe zum bestehenden rechtlichen Rahmen und der neuen EU-Taxonomie für Sustainable Finance geschaffen wird. 

Auf Grundlage der angestellten Recherchen ist ein Entscheidungsbaum bezüglich der für den bis 2050 angestrebten Klimaschutz maßgebenden KPIs und Bilanzgrenzen zu entwickeln. Dieser gibt eine aufeinander abgestimmte Auswahl an Kenn- und Rahmengrößen wieder auf deren Grundlage Sanierungsfahrpläne angefertigt werden können.