Studie: Der Gebäudebereich auf dem Weg zur Klimaneutralität
- Datum: 19.02.2022
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Aus einer Studie von Univ.-Prof. Dr. Manfred Norbert Fisch (Steinbeis-Innovationszentrum SIZ energieplus) und Univ.-Prof. Dr. Kunibert Lennerts (Karlsruher Institut für Technologie, KIT), durchgeführt im Auftrag des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, geht hervor, dass eine über die Anforderungen des geltenden Gebäudeenergiegesetzes hinausgehende Dämmung nur noch geringe und rein theoretische Einsparungen beim Heizwärmebedarf bewirkt.
Gleichzeitig führt der zusätzliche Ressourcenaufwand zu erhöhten CO₂-Emissionen. Die Studie empfiehlt daher, im Neubau auf weitere Verschärfungen der Anforderungen an die Gebäudehülle zu verzichten.Um die Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor bis 2030 deutlich zu reduzieren, identifiziert die Studie insbesondere schnell wirksame und umsetzbare Maßnahmen. Dazu zählen die Optimierung des Gebäudebetriebs, die Solarisierung von Dachflächen zur Stromerzeugung, der Ausbau und die Nutzung von Fernwärmenetzen sowie der verstärkte Einsatz von Wärmepumpen.
ZIA Extended Executive Summary
Die Ergebnisse der Studie fanden auch über die Fachöffentlichkeit hinaus Beachtung und wurden unter anderem in der Ausgabe 08/2022 im Spiegel aufgegriffen:https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/immobilien-warum-der-geplante-bauboom-den-klimaschutz-gefaehrdet-a-c1aaa258-b8b9-44ae-bcd8-6894cd2ee621
