Institute of Technology and Management in Construction

Symposium über Kompetenzen aus Baden-Württemberg, Japan

Symposium

Im Dezember 2014 haben Rückbauexperten aus Baden-Württemberg Japan bereist, um sich ein Bild über die aktuellen Herausforderungen zu machen, mit denen das Land konfrontiert ist. Als erste deutsche Wirtschaftsdelegation besuchten sie die havarierten Anlagen von Fukushima und die sich im Rückbau befindende Anlage von Hamaoka. Gespräche mit Unternehmen, Institutionen und Verbänden sowie ein Symposium über die Kompetenzen aus Baden-Württemberg ermöglichten einen intensiven Austausch mit japanischen Experten. Teilnehmer waren WAK GmbH, TÜV Süd, Kraftanlagen Heidelberg, Wäischmiller Engineering GmbH und das KIT. In einer Rückblick-Veranstaltung berichteten die baden-württembergischen Experten nun in Stuttgart über die aktuelle Situation in Japan und die gewonnenen Erkenntnisse. Bei dieser Gelegenheit konnten die Vertreter des KIT, Martin Brandauer und Dr. Walter Tromm, auch das neu gegründete Kompetenzzentum Rückbau des KIT vorstellen. Bei der anschließenden lebhaften Diskussion waren sich alle Beteiligten, Behörden- und Industrievertreter einig über die große Notwendigkeit des Aufbaus eines solchen Kompetenzclusters, um die verschiedenen Aspekte des Rückbaus der kerntechnischen Anlagen wissenschaftlich fundiert zu bearbeiten.      

http://www.bw-i.de/services/presse-aktuelles/meldungen/einzelansicht/ansicht/experten-aus-baden-wuerttemberg-besichtigen-als-erste-deutsche-wirtschaftsdelegation-das-japanische.html  

VDI Fachkonferenz "Rückbau kerntechnischer Anlagen" 2014

Professor Dr.-Ing. Sascha Gentes leitet die VDI Fachkonferenz "Rückbau kerntechnischer Anlagen" am 23. und 24.09.2014 in Raunheim bei Frankfurt a.M.

Top-Themen sind in diesem Jahr

  • Anforderungen an bautechnische Maßnahmen im Rahmen des Rückbaus und der Entsorgung
  • ALARA - Strahlenschutz, so gut wie vernünftigerweise möglich!?
  • Innovative Dekontaminationstechnologien - Akzeptanzfähig?
  • Anlagencharakterisierung im Rückbau am Beispiel des KKW Unterweser
  • Freigabe von kontaminiertem Haufwerk über eine Förderbandfreimessanlage

"Gut ist, was Wert schafft" - Interview von KIT Dialog mit Prof. Dr. Shervin Haghsheno über Wege aus der Krise der großen Bauprojekte

Neue Fachgebietsbezeichnungen am Institut für Technologie und Management im Baubetrieb (TMB)

Im Jahre 2013 wurde am TMB die Professur ‚Technologie und Management in der Bauausführung‘  mit Prof. Dr. Shervin Haghsheno besetzt. 2014 wurde die Shared Professorship ‚Technologie und Management des Rückbaus kerntechnischer Anlagen‘ (Prof. Dr. Sascha Gentes) durch eine feste Professur langfristig etabliert.

Aus inhaltlichen Gründen und zur präziseren Außendarstellung wurden die beiden Professuren nun umbenannt in ‚Baubetrieb und Bauprozessmanagement‘ sowie ‚Rückbau konventioneller und kerntechnischer Bauwerke‘.

Baubetriebliche Lehre und Forschung am TMB umfasst über die Bauausführung hinaus die komplette Breite des klassischen Baubetriebs mit starkem Bezug zur Maschinen- und Verfahrenstechnik sowie insbesondere das Prozessmanagement in der Planungs- und Bauphase. Hierzu gehört auch die spezielle Disziplin Lean Construction.

Zudem umfasst der Rückbau zusätzlich zum Schwerpunkt ‚Kerntechnische Anlagen‘ auch den Rückbau konventioneller Gebäude, der ein zunehmend wichtiges Forschungsfeld darstellt.

Zusammen mit der dritten Professur ‚Facility Management‘ (Prof. Dr. Kunibert Lennerts) kann somit der komplette Lebenszyklus von Bauwerken in Forschung und Lehre am TMB abgedeckt werden.

Lean Construction und Last Planner Anwendertreffen 2014

Herbstexkursion 2014

Stadtbahntunnel
Startschacht TVM Durlacher Tor
Passivhaus Kreativpark

Die traditionelle Herbstexkursion des Masterschwerpunktes TMB fand in diesem Jahr am 6.11. statt.

Da z.Z. kaum eine andere deutsche Stadt mehr interessante Baustellen anbieten kann als Karlsruhe, sind wir ganz nahe bei unserer Universität geblieben, um uns mit dem „Stadtbahntunnel Karlsruhe“ und dem „Passivhaus Kreativpark“ zwei bedeutende Baustellen anzuschauen.

Vormittags hat uns das KASIG-Team am Informationszentrum „K-Punkt“ (Ettliner Tor) empfangen. Nach einer sehr interessanten Präsentation zu den Grunddaten des Projektes wurden wir über drei Baustellen des zukünftigen Stadtbahntunnels geführt. Das Projekt besteht aus einem ein 2,4 km langen Tunnel von Ost nach West mit vier unterirdischen Haltestellen, von dem 2,0 km mit einer Tunnelvortriebsmaschine (TVM) hergestellt werden, sowie einem Tunnel mit einer Länge von einem Kilometer von Süd nach Nord mit drei Haltestellen. Den Abschluss dieser Besichtigung bildete der Besuch der Baustelle am Durlacher Tor mit dem Startschacht der TVM Hierbei handelt es sich um eine 70m lange Maschine mit einem Durchmesser von 9,3m und eine Gesamtleistung von 12010kW die später ca. 8m Tunnel am Tag herstellen wird.

Am Nachmittag wurden wir vom Vollack-Team am Kreativpark auf dem alten Schlachthofgelände empfangen. Nach einer großzügigen Einladung zum Mittagessen wurde von den Herren von Killisch-Horn und Teizer das Projekt vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein vierstöckiges, einzigartiges Bürogebäude; dessen Energieeffizienz bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Eine Besonderheit sind z.B. die Geschossdecken, welche aus Teil-Fertigteilelementen zusammengesetzt sind, die bereits mit sämtlichen Leitungen für Elektrizität, Lüftung, Bauteilaktivierung usw. geliefert werden. Auf diesen Teil-Fertigteilelementen sind leichte Füllkörper aus Polystyrol angebracht, so dass beim Betonieren des Aufbetons leichte Bereiche in der Druckzone geschaffen werden, wodurch das Gewicht der Decken stark reduziert wird. Weiter wurde die Vorgehensweise beim Blower-Door-Test erklärt, der am Tag vor unserer Exkursion erfolgreich durchgeführt wurde. Mit diesem Test kann die Luftdichtigkeit eines Gebäudes überprüft werden, um die Energieeffizienz auch in diesem Punkt zu gewährleisten.

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals bei der der Firma VOLLACK und der KASIG für den freundlichen Empfang auf diesen interessanten Baustellen.

DGNB-Zertifizierungsverleihung auf der EXPO Real 2014

Zertifikatsverleihung an das erste Haus am Kurfürstendamm "UPPER WEST"
Foto Upper West
Prof. Dr.-Ing. Kunibert Lennerts übereicht das DGNB-Zertifikat

Über 70 Zertifikate wurden dieses Jahr auf der EXPO Real von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen - DGNB e.V. verliehen.  Mit dem Gütesiegel werden besonders umweltfreundliche, resourcenschonende und wirtschaftlich effiziente Gebäude prämiert. Im Rahmen der Zertifikatsverleihung des DGNB auf der EXPO Real überreicht Prof. Kunibert Lennerts als Mitglied des DGNB-Präsidiums den Projektverantwortlichen des UPPER WEST in Berlin das DGNB-Gütesiegel. Als innovatives Pilotprojekt wurde das in Nürnberg entstehende INNOVUM 212 mit dem Vorzertifikat in Silber ausgezeichnet. Zertifiziert wurde das Objekt in der neuen Kategorie "Bestandsgebäude mit Modernisierungsmaßnahmen". Als erstes Projekt in dieser Zertifizierungsart übernimmt es in Deutschland eine Vorreiterrolle bei der zukünftigen Betrachtung der Nachhaltigkeit von Bestandgebäuden.

EXPO Real 2014

Foto Expo

Die EXPO REAL ist die führende internationale Fachmesse für Immobilien und Investionen in Europa. Die Professur für Facility Management präsentiert Ihre Forschungsergebnisse sowie das Lehrangebot des Karlsruher Institut für Technology (KIT) aus dem Bereich Facility Management zum vierzehnten Mal auf der EXPO REAL.