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Produktions- und Logistikoptimierung im Stahlsystembau

Produktions- und Logistikoptimierung im Stahlsystembau
Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Heinrich Schlick

Beschreibung

Die Forschung gliedert sich in die beiden Richtungen der DES-Simulation und Organisationsanalyse zur Untersuchung von Lean-Management-Phänomenen und Produktionsoptimierung im Stahlsystembau.

Innerhalb der Diskreten-Ereignisorientierten Simulation (DES) wurde quantitativ untersucht, mit welchen Methoden des Lean-Managements Optimierung im Stahlsystembau stattfinden kann.

Dabei ist der Stahlsystembau als Betrachtungsrahmen bewusst gewählt, als ein typischer Industriebereich der sich im Spannungsfeld zwischen Fertigungsindustrie (d.h. Serienfertigung), Handwerk und projektorientierter Bauindustrie befindet. Im Stahlsystembau werden aus Stahlträgern und Platten Konstruktionsmodule hergestellt und anschließend auf die Baustelle zur Errichtung transportiert. Bei den Produkten handelt es sich um Stahlhallen, Brücken, Parkhäuser, Strommasten u.a.

Eine Forschungsuntersuchungsfrage ist beispielsweise, ob und wie der Durchsatz als Zielgröße innerhalb der Stahlbauproduktion mittels Kanbansystemen und pull optimierbar ist. Leistungsermittlung, d.h. passende Kennzahlen zur Produktionssteuerung und Shop-Floor-Management Konzepte spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, da die herkömmliche übliche Kennzahl [Arbeitsstunden/Tonne] für den stark individuellen Stahlbau zur Steuerung und kontinuierlichen Verbesserung unzureichend ist.

Ein weiteres Konzept der Organisationsanalyse untersucht die Interaktion zwischen Abteilungen (=organisatorische Schnittstellen) und Engpässen innerhalb der Produktion und Logistik. Inwiefern besteht eine Korrelation zwischen strategischer Unternehmensausrichtung, organisatorischen Schnittstellen und Produktionsengpässen (bezüglich Durchsatz, Beständen & Operativen Kosten)? Das qualitative Untersuchungskonzept ist neu und fokussiert auf die Interaktionsuntersuchung zwischen Organisationsfunktionen und Produktionsprozess.

Die notwendigen Daten wurden innerhalb von Fallstudien mit Stahlbaufirmen erhoben. Das Vorgehen beruht auf 3 Schritten: 1. Eintägige erweiterte Wertstromanalyse, 2. Zweiwöchige Produktionsmessungen 3. Analyse, Simulation, Präsentation und Diskussion der Ergebnisse; (4) Möglichkeit der Hilfe bei der Einführung von Verbesserungsumsetzungen.

 

 

Die Ergebnisse der Forschungsarbeit sind unter folgendem Link verfügbar.


Stand: November 2009