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Herbstexkursion 2014

Bild 1 Stadbahntunnel KA
Stadtbahntunnel Ettlinger Tor
Bild 2 Stadtbahntunnel KA
Startschacht TVM Durlacher Tor
Bild PassivhausKreativpark KA
Passivhaus Kreativpark

Die traditionelle Herbstexkursion des Masterschwerpunktes TMB fand in diesem Jahr am Donnerstag den 6. November statt.

Da z.Z. kaum eine andere deutsche Stadt mehr interessante Baustellen anbieten kann als Karlsruhe, sind wir ganz nahe bei unserer Universität geblieben, um uns mit dem „Stadtbahntunnel Karlsruhe“ und dem „Passivhaus Kreativpark“ zwei bedeutende lokale Baustellen anzuschauen.

Vormittags hat uns das KASIG-Team am Informationszentrum „K-Punkt“ (Ettliner Tor) empfangen. Nach einer sehr interessanten Präsentation zu den Grunddaten des Projektes wurden wir über drei Teil-Baustellen des zukünftigen Stadtbahntunnels geführt. Das Projekt besteht aus einem ein 2,4 km langen Tunnel von Ost nach West mit vier unterirdischen Haltestellen, von dem 2,0 km mit einer Tunnelvortriebsmaschine (TVM) hergestellt werden, sowie einem Tunnel mit einer Länge von einem Kilometer von Süd nach Nord mit drei Haltestellen. Die Besichtigung startete am Ettlinger Tor und ging über die Baustelle am Marktplatz an der Kaiserstraße entlang zum Kronenplatz. Den Abschluss dieser Besichtigung bildete der Besuch der Baustelle am Durlacher Tor mit dem Startschacht der TVM. Hierbei handelt es sich um eine 70m lange Maschine mit einem Durchmesser von 9,3m und eine Gesamtleistung von 12010kW die später ca. 8m Tunnel am Tag herstellen wird.

Am Nachmittag wurden wir vom Vollack-Team am Kreativpark auf dem alten Schlachthofgelände empfangen. Nach einer großzügigen Einladung zum Mittagessen wurde von den Herren von Killisch-Horn und Teizer das Projekt vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein vierstöckiges, einzigartiges Bürogebäude, dessen Energieeffizienz bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Eine Besonderheit sind z.B. die Geschossdecken, welche aus Teil-Fertigteilelementen zusammengesetzt sind, die bereits mit sämtlichen Leitungen für Elektrizität, Lüftung, Bauteilaktivierung usw. geliefert werden. Auf diesen Teil-Fertigteilelementen sind leichte Füllkörper aus Polystyrol angebracht, so dass beim Betonieren des Aufbetons leichte Bereiche in der Druckzone geschaffen werden, wodurch das Gewicht der Decken stark reduziert wird.

Weiter wurde die Vorgehensweise beim Blower-Door-Test erklärt, der am Tag vor unserer Exkursion erfolgreich durchgeführt worden war. Mit diesem Test kann die Luftdichtigkeit eines Gebäudes überprüft werden, um die Energieeffizienz auch in diesem Punkt zu gewährleisten.

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals bei der der Firma VOLLACK und der KASIG für den freundlichen Empfang auf diesen interessanten Baustellen.


Sprengtechnik-Exkursion 2014

Im Rahmen der Vorlesung Sprengtechnik (Schwerpunktmodul: Vertiefende Baubetriebstechnik) fand im Oktober eine Exkursion in den Steinbruch Nußloch der HeidelbergCement AG statt. Dort wird Muschelkalkstein für die spätere Verarbeitung im Zementwerk gewonnen.

 

Nach einer Sicherheitseinweisung ging es für die ca. 20 Teilnehmer zu Fuß in den Steinbruch hinein. Dort wurde am Tag der Exkursion eine Gewinnungssprengung durchgeführt, die von einer Anhöhe in sicherer Entfernung verfolgt werden konnte.

 

Eine unmittelbare Besichtigung des Sprengfeldes und der Befüllung eines Bohrlochs mit Sprengstoff war aufgrund von Regenwasseransammlungen an der Oberfläche nicht möglich. Deswegen wurde anhand der Originalmaterialien anschaulich erläutert, mit welchen Sprengstoffarten- und formen die Löcher befüllt werden. Nachdem sichergestellt war, dass sich niemand mehr im Gefahrenbereich befand, wurde auf ein folgendes akustisches Warnsignal die Sprengung durchgeführt.

 

Zum Abschluss der Exkursion wurde durch den Fuhrpark des Steinbruchs (z. B. Schwerkraftwagen und Radlader) geführt und die Brecheranlage besichtigt, die das Sprenggut für die weitere Verarbeitung im Zementwerk zerkleinert.

 

Quellen: Vortrag/Führung: Herr Matz (StBG) und HeidelbergCement AG; Simon Sterlike

Ein herzliches Dankeschön aller Exkursionsteilnehmer an Herrn Matz und die Mitarbeiter von HeidelbergCement AG für die ausführlichen Erläuterungen und für ihre organisatorische Unterstützung.


Pfingstexkursion 2014

Exkursion 2014
Pfingstexkursion 2014

Die diesjährige Pfingstexkursion des TMB führte nach Polen. Vom 10. bis zum 14. Juni bereisten die 26 Exkursionsteilnehmer eine Strecke von rund 800 km und konnten sich ein gutes Bild von einigen Regionen und Städten des Landes machen. Die erste Baustellenbesichtigung war der Besuch eines Biomassekraftwerks in Warschau, das von Bilfinger umgebaut wird. Am zweiten Tag stand die Besichtigung des Projekts Metro Warschau auf dem Plan. Der Tunnel war bereits durch eine Tunnelbohrmaschine von Herrenknecht realisiert und befindet sich aktuell in der Ausbauphase. Am Nachmittag führte der Weg zum Neubau eines Kohlekraftwerks durch Mitsubishi Hitachi in Kozienice.
Am nächsten Tag standen zwei weitere Projekte von Bilfinger auf dem Plan. In Nysa stand der Wasserbau im Vordergrund. Hier konnte die Modernisierung der Dämme und Sicherungen am Fluss NysaKłodzka und am angrenzenden Hochwasserrückhaltebecken besichtigt werden. In Gliwice konnte der Bau einer 5,6 km langen Autobahn, teilweise durch die Stadt verlaufend, mit einem guten Einblick in angewandte Tiefbautechniken in Augenschein genommen werden.
Am vierten Tag erfolgte zunächst der Besuch der auf dem Weg von Kattowitze nach Krakau liegenden Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Die Führung brachte sehr nachdenkliche Einblicke in die Gräueltaten des NS-Regimes in der Zeit des zweiten Weltkrieges. Die Teilnehmer waren zutiefst bewegt. Am Nachmittag wurde die Gruppe auf der Baustelle des neuen Kongresszentrums in Krakau empfangen, das vom polnischen Unternehmen Budimex errichtet wird. Der letzte Abend wurde traditionsgemäß mit einem gemeinsamen Essen in einem Restaurant mit polnischen Spezialitäten eingeläutet. Hier konnten die Eindrücke und Erlebnisse in entspannter Atmosphäre reflektiert werden. Später am Abend wurden wie bereits am Vorabend die ersten WM-Fußballspiele gemeinsam angeschaut. Den Schlusspunkt der Exkursion setzte am letzten Tag die Stadtführung durch Krakau, in der polnische Geschichte, Kultur und Architektur lebendig wurden.
Professor Shervin Haghsheno, der die Gruppe begleitete, zog ein positives Resümee und machte darauf aufmerksam, dass ein großer Dank allen Unternehmen und Personen gebührt, die mit finanzieller oder persönlicher Unterstützung vor Ort diese äußerst lehrreiche Pfingstexkursion 2014 des TMB ermöglicht haben.

Kompletter Exkursionsbericht zum Download.