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Herbstexkursion 2010 - Pfinztalbrücke

Bewehrungsarbeiten in der Fertigungsstätte
Bewehrungsarbeiten in der Fertigungsstätte
Detailansicht der Bewehrung
Detailansicht der Bewehrung
Sicht auf einen Pfeiler, Aufriss eines Pfeilers
Sicht auf einen Pfeiler, Aufriss eines Pfeilers
Pfeilerbewehrung
Pfeilerbewehrung
Arbeiten an der Anschlussbewehrung der Stahlbetonpfähle
Arbeiten an der Anschlussbewehrung der Stahlbetonpfähle

Während unserer eintägigen Herbstexkursion besuchten wir die an der A8 liegende Pfinztalbrücke bei Remchingen. Die Pfinztalbrücke entsteht im Zuge des Ausbaus der A8 zwischen Pforzheim-West und Karlsbad von vier auf sechs Spuren. Durch den Bau wird die vorhandene Steigung der Fahrbahn verringert. Des Weiteren wird sie die zwei gegenwärtigen Brückenbauten ersetzen. Die Kosten der Brücke wurden mit 21,0 Mio. Euro kalkuliert. Baubeginn war im Mai 2010. Die eingeplante Bauzeit beträgt 26 Monate.

Die Herstellung der 470 m langen Brücke erfolgt mittels Taktschiebeverfahren. Beim Taktschiebeverfahren werden die einzelnen Abschnitte hinter dem Widerlager in einer stationären Schalung gefertigt. Über hydraulisches Pressen erfolgt dann der Vorschub.
Mit einer wöchentlichen Taktzeit soll das Bauwerk vorgeschoben werden. Für den ersten Takt ist eine Zeit von drei Wochen zur Einarbeitung eigeplant.

Die zu schiebenden Abschnitte haben eine Länge von 30 m. Während des Vorschubes treten, bis zum Erreichen der nächsten Stütze, Kragmomente auf. Um diese zu verringern wird ein stählerner Vorschubschnabel eingesetzt, dessen Gewicht geringer als der des Brückenoberbaus ist. Bei der Pfinztalbrücke wird der Vorschubschnabel mit einer Länge von 35 m um weitere 15 m verlängert, so dass Gewicht eingespart werden kann.

Zur Feststellung der geologischen Gegebenheiten wurden in jeder Achse Erkundungsbohrungen sowie Schürf und Wassererkundungen vorgenommen. Hierfür wurden zwei unabhängige Geologen vom Regierungspräsidium und von Max Bögl beauftragt. Der Baugrund besteht aus Muschelkalk auf der Westseite und aus Sandstein auf der Ostseite. Die Entwässerung der Baustelle ist an die Entwässerung der Autobahn angeschlossen.

Die maximal 20 m hohen Stahlbetonpfeiler stehen auf einer 2,50 m dicken Bohrpfahlplatte. Unter der Platte befinden sich neun Bohrpfähle die mittels Kontraktorverfahren hergestellt wurden. Über die Bohrpfähle wird die aufgenommene Last der Pfeiler in den Boden abgeleitet. Betoniert wird vor Ort mit einer eigenens aufgebauten Mischanlage.

Insgesamt werden bis zur Fertigstellung rund 3.000 t Stahl und 30.000 m³ Beton verbaut sein.

Im Moment werden täglich acht bis zehn Stunden auf der Baustelle gearbeitet. Während dem Schiebeverfahren soll in Schichten 24-Stunden sieben Tage die Woche gearbeitet werden, um den wöchentlichen Schieberhythmus einhalten zu können. Hierbei soll laut Plan sonntags vorgespannt und montags geschoben werden.

Quellen: Vortrag/ Führung Herr Stöhr, Herr Goppelsröder
Lärmbelästigung: Tag und Nacht für die neue A8, Pforzheimer Zeitung, http://www.pz-news.de

Ein herzliches Dankeschön aller Exkursionsteilnehmer an Herrn Stöhr von Max Bögl und Herrn Goppelsröder vom Regierungspräsidium Karlsruhe für die ausführlichen Erläuterungen und für ihre organisatorische Unterstützung.


Pfingstexkursion 2010

Unsere diesjährige Pfingstexkursion führte uns in der Pfingstwoche vom 25. bis 28. Mai 2010 zunächst in Richtung Erfurt. Dort besichtigten wir an zwei Tagen verschiedene Tunnel- und Brückenbauwerke der Neubaustrecken Nürnberg – Erfurt – Leipzig/Halle – Berlin. Anschließend fuhren wir weiter nach Hamburg, wo wir die Baustellen des Kraftwerkes Moorburg und der XFEL-Forschungsanlage besuchten. Auf der Rückfahrt wurde das Programm mit einer Werksbesichtigung bei der Wirtgen GmbH in Windhagen abgerundet.

Gruppenfoto

Kompletter Exkursionsbericht zum Download: