2. Modellaufbau
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Eine Analyse des Problems zeigt, daß eine
einzige Zielfunktion nicht ausreicht, um dieses spezielle
Standortproblem zu beschreiben. Die sichersten
Depotstandorte liegen in der Regel außerhalb des
potentiellen Schadensgebietes. Periphere Lager führen
gegenüber zentralen Lagern zu längeren Transportzeiten und
damit zu verspäteten Hilfeleistungen. Insgesamt können daher
folgende drei Hauptziele beschrieben werden:
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Minimierung
der Versorgungsdefizite: Dies entspricht dem wichtigen Ziel,
daß Hilfe für eine möglichst große Anzahl an Menschen
verfügbar sein soll. |
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Minimierung
der Entfernung: Da der Faktor Zeit eine kritische Größe ist,
soll die Zeitspanne bis zum Eintreffen der Hilfe an den
Bedarfsorten möglichst gering gehalten werden. |
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Minimierung
der Versorgungsunsicherheit: Depotstandorte und
Verbindungswege zu den Nachfrageorten können ebenfalls
zerstört werden. Es gilt daher solche Zuordnungen
auszuwählen, die das damit verbundene Risiko minimieren. |
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Da für Hilfsaktionen in Katastrophengebieten das
zugrundeliegende Straßennetz von essentieller Bedeutung ist,
wird für die formale Darstellung des Planungsraums ein
Graphenmodell verwendet. Die Knoten des Graphen stellen
Kreuzungen, mögliche Depotstandorte und Nachfragegebiete
dar, während die Kanten Straßen oder Streckenabschnitte
repräsentieren. Ebenfalls zu berücksichtigen sind Größen,
die das mögliche Schadensbild beschreiben. Dies beinhaltet
Angaben über die zu erwartende Nachfrage, sowie zu
erwartende Wahrscheinlichkeiten von Zerstörungen im
Straßennetz und an den Depots. Diese Größen können mit Hilfe
von Schadensprognosemodellen bestimmt werden. Zusätzlich
spielen Wirtschaftlichkeitsüberlegungen in Form von
Budgetrestriktionen eine wichtige Rolle. |
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