SFB 461
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PROJEKTZIELE

STANDORTMODELL

 

-Einleitung-

-Modellaufbau-

-Lösungsverfahren-

SCHADENSSIMULATION
RESSOURCENALLOKATION

FRÜHWARNSYSTEME

DISASTERMANAGEMENT  TOOL
EQRESCUE
1. Einleitung

 

 

 Die Bewältigung der nach Starkbeben anfallenden Bedürfnisse, wie Rettung und Bergung, medizinische Versorgung, Unterkunft und Ernährung der betroffenen Bevölkerung, erfordert eine Vielzahl an Hilfs- und Rettungsgütern. Da die benötigten Hilfsgüter vor Ort oftmals nicht oder in nicht ausreichender Menge zur Verfügung stehen, muß bisher häufig internationale Hilfe angefordert werden, die die Bedürftigen allerdings oftmals erst nach Tagen erreicht. Für einen effektiven lokalen Katastrophenschutz ist es daher unerläßlich, die Einbeziehung internationaler Hilfe durch den Aufbau lokaler Versorgungslager auf ein Minimum zu reduzieren. Hierzu müssen die im Ernstfall benötigten Ressourcen bereits im Katastrophenvorfeld an möglichst geeigneten Orten und in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden. Ein methodisches Herangehen an Standortprobleme dieser Art findet bisher kaum statt. In den wenigen bekannten praktischen Ansätzen, wie beispielsweise beim Disaster Medical Response Program in Kalifornien, werden lediglich grobe Entscheidungsregeln zur Standortwahl festgelegt. Bekannte mathematische Modelle zur Standortplanung können nicht problemlos auf das beschriebene Anwendungsgebiet übertragen werden, da erdbebenrelevante Eingangsparameter in diesen Modellen bisher nicht berücksichtigt werden. Um den Entscheidungsträgern in der Katastrophenschutzplanung ein Instrument für Standortentscheidungen an die Hand zu geben, wurde am Institut für Technologie und Management im Baubetrieb ein Modell entwickelt, das der Optimierung der Standorte entsprechender Depots, der Zuordnung der Nachfrager sowie der Bestückung der Lager dient.