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1. Einleitung
Die Verwandtschaft eines Großschadensgebietes, in dem
Einsatzgebiete und Rettungskräfte zu koordinieren sind, mit
einer Großbaustelle, deren einzelne Komponenten
einschließlich der notwendigen Geräte aufeinander abgestimmt
werden müssen, wurde bereits in der Einleitung aufgezeigt.
Für Planer und Ausführende im Baubetrieb ist es
selbstverständlich, sich bei wesentlichen Fragen des
Ressourcenmanagements, wie der Standortplanung der
Baustelleneinrichtung oder der Gerätedisposition,
mathematischer Modelle und Verfahren zu bedienen. Die
Schaffung dieser modellhaften Grundlagen unter
Anwendung der Methoden des Operations Research ist Teil des
wissenschaftlichen Baubetriebs. |
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Ziel war die Entwicklung einer
eigenständigen Komponente für die optimierte räumliche und
zeitliche Zuordnung der nach einer Katastrophe im
allgemeinen in zu geringer Anzahl vorhandenen Ressourcen,
wie Bergungsgruppen und Baumaschinen, zu den Einsatzorten in
Form von Bergungs-, Sicherungs- und Instandsetzungsgebieten.
Entsprechend den Zielen der Einsatzleitung nach einem
Schadensfall soll für jede der vorhandenen Ressourcen die
Menge der zu bearbeitenden Einsatzgebiete sowie deren
optimale Reihenfolge bestimmt werden. Stochastische
Einflüsse, wie die Versagenswahrscheinlichkeiten von
Sicherungsgebieten, sowie deren zufällige Ereignisse, wie zu
späteren Zeitpunkten bekannt werdende Einsatzgebiete oder
nachträglich mit Hilfstransporten eintreffende Ressourcen,
lassen mit der Zeit eine zunehmende Divergenz zwischen dem
berechneten und dem tatsächlichen Zustand des
Schadensgebietes erwarten. Die einmalige Berechnung eines
vollständigen Einsatzplans für die gesamte Zeitdauer der
Rettungsphase erscheint somit wenig praxisgerecht. Es sollte
daher ein Verfahren gefunden werden, das die Dynamik
des Schadensgebietes angemessen berücksichtigt. Als
Optimierungskriterium dient die Minimierung der
Personenopfer im Gesamtschadensgebiet. |
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Das Programm soll in der Phase der Katastrophenvorbereitung
als Grundlage für Planungs- und Schulungssysteme dienen. Bei
der Verwendung als Planungsprogramm können durch
Lösung verschiedener Varianten und anschließendem Vergleich
der Ergebnisse die Auswirkungen einer Vielzahl von
Einflußgrößen, wie zum Beispiel der Nutzen von frühzeitigen
externen Ressourcenlieferungen, simuliert werden. Der Nutzen
des Programms für Schulungszwecke besteht in der
Generierung guter Musterlösungen, die als Referenz für die
Bewertungen der Leistungen von Kursteilnehmern dienen
können.
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