SFB 461
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PROJEKTZIELE
STANDORTMODELL
SCHADENSSIMULATION
RESSOURCENALLOKATION

FRÜHWARNSYSTEME

DISASTERMANAGEMENT  TOOL
EQRESCUE

 

Die schweren Schadensbeben mit jeweils weit über tausend Toten in Izmit (August 1999), Taiwan (September 1999) oder Gujarat (Januar 2001) haben bestätigt, dass die bisherigen Hilfsmassnahmen nach katastrophenhaften Erdbeben immer noch als durchaus chaotisch bezeichnet werden können. Die Einsatzleitung ist mit den derzeit verfügbaren Mitteln kaum in der Lage, alle an sie herangetragenen Informationen zu bewerten und in adäquate Handlungsvorschläge umzusetzen. Aufgrund fehlender bzw. nicht aktueller Informationen über die Bebauung in erdbebengefährdeten Gebieten sowie aufgrund fehlender Schadensprognose­modelle ist es nicht möglich, das Ausmaß der Erdbebenkatastrophe abzuschätzen. Zudem erschweren fehlende Erfahrung, ungenaue bzw. unvollständige Information sowie Zeitdruck, dass Entscheidungsträger im Katastrophenstab die knappen Hilfs-, Rettungs- und Bergungsressourcen möglichst effizient einsetzen. Es ist daher dringend notwendig, die theoretischen Grundlagen zur Schaffung effektiver Katastrophenmanagementsysteme, deren Entwicklung weltweit gefordert wird, zu erforschen und zu erarbeiten.

 

Das Teilprojekt C3 des Sonderforschungsbereichs „Starkbeben“ beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit folgenden Forschungsthemen:

 

1) Entwicklung eines Schadensprognosemodells zur Abschätzung der Gebäudeschäden nach starken Erdbeben;

 

2) Entwicklung von Modellen für die Standortwahl und Ressourcenoptimierung auf der Basis von mathematischen Optimierungsmodellen;

 

3) Entwicklung eines integrierten dynamischen Katastrophenmanagementsystems zur Ressourcenoptimierung auf der Basis von verteilten

Simulations- und Multiagentensystemen;

 

4) Entwicklung eines ganzheitlichen Disastermanagement-Tools - einem ganzheitlichen Anwenderwerkzeug für Katastrophenplanung, -einsatz und –training;

 

5) Einsatzmöglichkeiten von Erdbebenfrühwarnsystemen für Bukarest.