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2. Modell
Die Personenopfer in der Rettungsphase nach Erdbeben
resultieren größtenteils aus der zu späten Bergung
Verschütteter, Sekundärereignissen (z.B.
Hangrutschungen,...) und der Unerreichbarkeit von Spitälern,
Bergungsgebieten und Orten potentieller Sekundärereignisse. Daraus lassen sich die Klassen der Arbeiten mit höchster
Priorität ableiten: |
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Bergungsarbeiten zur Befreiung der Verschütteten, |
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Sicherungsarbeiten zur Vermeidung von
Sekundärereignissen und |
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Instandsetzungsarbeiten zur provisorischen
Wiederherstellung der Verkehrsinfrastruktur. |
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Dem gegenüber stehen die im
Schadensgebiet verfügbaren Ressourcen, wie
Bergungsgruppen und Baumaschinen. Vorrangige Aufgabe der
Einsatzleitung ist es, die Ressourcen den Einsatzorten
räumlich und zeitlich so zuzuordnen, daß die Personenschäden
im Einsatzgebiet minimiert werden. Da geeignete
Rechenmodelle fehlen, werden die Allokationen rein empirisch
durchgeführt. |
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Für die angestrebte Modellentwicklung ist
das Schadensgebiet auf seine wesentlichen Komponenten
beschränkt worden und eine Darstellung mittels eines Graphen
gewählt worden.

Die Knoten des Graphen nach der Katastrophe symbolisieren
die Orte, die Kanten die Verbindungen zwischen diesen. Als
wesentliche Orte sind berücksichtigt worden: Einsatzgebiete,
Gerätedepots, Spitäler und Verkehrskreuzungen.

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Als Ressourcen sind Maschinen und
Ausrüstungen definiert, die dazu geeignet sind, vorliegende
Aufgaben in den Arbeitsgebieten zu bewältigen. Es wurde die
Annahme getroffen, daß nur einsatzbereite Ressourcen
zugeordnet werden können: das notwendige Transportgerät,
Bedienungspersonal und Betriebsstoffe müssen vorhanden sein.
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Dem Faktor Zeit kommt bei der
Optimierung der Ressourcenallokation eine zentrale
Bedeutung zu. Grund hierfür ist die zeitliche Begrenzung der
Rettungsphase, bedingt durch ihr Ziel, der Minimierung der
Personenopfer.
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